US-Ölkonzerne erwarten kräftigen Gewinnsprung und Streit um Benzinpreise mit Trump
KI-Marktzusammenfassung
Die großen US-Konzerne stehen vor ihren stärksten Gewinnen seit 2022, angetrieben durch deutlich breitere Crack-Spreads bei Benzin und Diesel trotz schwächerem Rohöl. Hohe Preise an der Zapfsäule und Druck aus dem Weißen Haus, einschließlich potenzieller DOJ-Prüfung von "Abzocke" und administrativer Maßnahmen, erhöhen das Schlagzeilen- und Regulierungsrisiko für Raffinerien und den breiteren Energiekomplex. Der kurzfristige Fokus verlagert sich weg von Rohöl allein hin zu Raffineriemargen, Lagerbeständen und politischen Beschränkungen.
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Große US-Ölkonzerne dürften im zweiten Quartal die höchsten Gewinne seit 2022 einfahren: Exxon Mobil rechnet mit einem bereinigten Nettogewinn von 15,9 Milliarden US-Dollar, Chevron mit 9,9 Milliarden US-Dollar. Treiber sind kräftig gestiegene Raffineriemargen, darunter ein Benzin-Crack-Spread von 25 US-Dollar je Barrel (+16) sowie ein Diesel-Spread von 45 US-Dollar je Barrel. Obwohl der Ölpreis nachgegeben hat, liegen die US-Benzinpreise an der Zapfsäule laut Bericht noch rund 22% über dem Vorkriegsniveau, was politischen Druck der Trump-Regierung bis hin zur Androhung von Untersuchungen wegen möglicher Preisabsprachen auslöst. Die Branche verweist darauf, dass Raffineriegewinne unter anderem durch knappe Lagerbestände und Regulierungskosten geprägt seien und nicht allein vom Rohölpreis abhingen.