SpaceX (SPCX) feiert Nasdaq-IPO: Marktkapitalisierung steigt zum Handelsstart über 2 Billionen US-Dollar
SpaceX ist am Freitag unter dem Kürzel SPCX an der Nasdaq an den Start gegangen. Die Aktie legte zum Börsendebüt kräftig zu und schob den Börsenwert des Unternehmens über die Marke von 2 Billionen US-Dollar. Es handelt sich um den bislang größten Börsengang. Der Sprung macht Elon Musk laut Bericht zum ersten "Trillionär" der Welt und setzt neue Maßstäbe für Megacap-Listings an der Wall Street.
Zum Auftakt notierte SPCX bei rund 150 US-Dollar und damit deutlich über dem am Vortag festgelegten Ausgabepreis von 135 US-Dollar. Im weiteren Verlauf stieg der Kurs bis auf 176 US-Dollar und schloss bei etwa 161 US-Dollar, ein Plus von rund 19% im Tagesverlauf. Das Handelsvolumen lag bei mehr als 480 Millionen Aktien.
In der Spitze überschritt die Marktkapitalisierung kurzzeitig 2,3 Billionen US-Dollar. Damit zählte SpaceX bereits am ersten Handelstag zu den wertvollsten in den USA gelisteten Unternehmen und lag zum Handelsschluss an der Nasdaq weltweit auf Rang sechs.
Der Börsengang spülte 75 Milliarden US-Dollar in die Kasse und übertraf damit den bisherigen Rekord von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019. Laut Bericht setzte SpaceX auf eine Fixpreisstruktur und umging damit das bei großen IPOs übliche Bookbuilding.
Privatanleger erhielten mit rund 20% einen ungewöhnlich großen Anteil der Platzierung. Musk läutete die Glocke zum Handelsstart aus der Ferne, während Präsidentin Gwynne Shotwell den Börsengang am Nasdaq-Standort am Times Square begleitete.
Der Kursanstieg stärkt Musks Einfluss in mehreren Branchen. Seine kombinierten Beteiligungen an SpaceX, Tesla und xAI hätten sein Vermögen über 1 Billion US-Dollar gehoben. Der im Februar 2026 vermeldete Zusammenschluss von SpaceX und xAI soll laut Bericht Raumfahrtführerschaft mit KI-Infrastrukturambitionen verbinden.
Die Bewertung stützt sich auf operative Fortschritte: SpaceX verantwortet demnach in den vergangenen Jahren mehr als vier Fünftel der weltweit in den Orbit gebrachten Masse, getragen von wiederverwendbaren Falcon-Raketen, dem schnell weiterentwickelten Starship-Programm und der wachsenden Starlink-Konstellation. Starlink habe Millionen Abonnenten gewonnen und steuere auf jährliche Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich zu, was wiederkehrende, margenstarke Cashflows liefern soll. Das Management beziffert den adressierbaren Markt für Starts, globale Konnektivität und orbitale Rechenzentren auf 28,5.
Gleichzeitig rückt die Bewertung in den Fokus. SpaceX habe 2025 rund 18,7 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielt, aber einen Nettoverlust von nahezu 5 Milliarden US-Dollar ausgewiesen, getrieben durch hohe F&E-Ausgaben für Starship und KI. Damit liege das Kurs-Umsatz-Verhältnis über 100x. Analysten von Morningstar und CFRA hätten die Preisgestaltung als hoch im Verhältnis zu den Fundamentaldaten bezeichnet. Optimistische Anleger verweisen auf Parallelen zu Amazon und setzen auf langfristige Optionen statt kurzfristiger Gewinne, in einem Markt, der weiterhin nach transformativen Wachstumsstories suche.
Der nächste Prüfstein folgt rasch: SpaceX dürfte nach beschleunigten Regeln in den Nasdaq-100 aufgenommen werden, was automatische Käufe durch Indexfonds und ETFs auslösen könnte. Zugleich gaben konkurrierende Space- und Satellitenwerte bereits deutlich nach, da Investoren Rotationsrisiken einpreisten.