US-Notenbank stellt für 2026 einen Leitzins von 3,8% in Aussicht und signalisiert mindestens eine Erhöhung in diesem Jahr

Die jüngste Summary of Economic Projections (SEP) der US-Notenbank hebt den Median für den Fed-Funds-Satz zum Ende von 2026 auf 3,8% an, und neun Mitglieder erwarten in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung; die Terminmärkte preisen dafür bis Oktober eine Wahrscheinlichkeit von 72% ein, wie Reuters berichtet. Kurzlaufende US-Staatsanleiherenditen stiegen daraufhin auf ein 16-Monats-Hoch, während der US-Dollar zulegte. Der Text betont, dass ein Umfeld höherer US-Zinsen Vermögenswerte in Schwellenländern belastet und verweist auf die starke Belastung des indischen Aktienmarkts durch hohe Ölpreise, die zeitweise bis auf $125 je Barrel gestiegen waren. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass der jüngste Ölpreisrückgang mit Erwartungen an ein US–Iran-Friedensabkommen zusammenhängt, eine restriktivere Fed jedoch die Grundlage der Rohstoffpreisbildung schwächen kann.