Zcash (ZEC) bricht nach Hinweis auf Sicherheitslücke um über 50% ein

BlockBeats zufolge geriet die Privacy-Coin Zcash (ZEC) am 5. Juni massiv unter Verkaufsdruck, nachdem eine Sicherheitslücke bekannt wurde, die theoretisch ein unbegrenztes Erzeugen neuer Coins (\u0022Infinite Minting\u0022) ermöglichen könnte. Der Kurs sackte binnen eines Tages um mehr als 50% ab. In der Kryptobranche löste der Vorfall umgehend eine breite Debatte aus; mehrere namhafte Investoren und Analysten stellten die Zukunftsaussichten des Privacy-Coin-Segments infrage. Das Entwicklerteam betonte, die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung sei äußerst gering. An den Märkten konzentriert sich die Sorge jedoch darauf, ob die Schwachstelle den zentralen Werttreiber von Zcash beschädigt: die Glaubwürdigkeit der Angebotsobergrenze. Während der jüngsten ZEC-Rally erklärte der als KOL bekannte Arthur Hayes, der häufig Trading-Signale veröffentlicht, er habe aufgrund der Orchard-Pool-Schwachstelle sämtliche ZEC-Bestände verkauft. Nach eigener Darstellung habe er beim ersten Lesen am Vortag nicht erkannt, wie stark der Fund sein Verständnis der ZEC-Story untergräbt. Der anschließende Kursrutsch von 30% habe ihn zum Umdenken bewogen; er habe daraufhin vollständige Gewinnmitnahmen realisiert. Auch wenn er das Inflationsrisiko für sehr niedrig hält, räumt er ein, dass es kryptografisch nicht als unmöglich bewiesen werden könne. Hayes will seine Einschätzung weiter überprüfen und bei neuen Erkenntnissen gegebenenfalls wieder einsteigen – dann mit dem Ziel eines niedrigeren Einstiegskurses. Deutlich gelassener äußerte sich Tyler Winklevoss, Mitgründer von Gemini und Leiter von Cypherpunk Technologies, das als größte ZEC-Treasury gilt. Sicherheitslücken seien in Software unvermeidlich, sagte er. Software-Sicherheit sei im Kern ein endloses Wettrennen zwischen Angreifern und Verteidigern, bei dem die \u0022gute Seite\u0022 stets mindestens einen Schritt voraus sein müsse. Künstliche Intelligenz habe das Grundprinzip dieses Katz-und-Maus-Spiels nicht verändert, sondern lediglich beschleunigt. Jede Software müsse an diesem Rennen teilnehmen; es gebe kein Entkommen. Ein Team, das dafür besser geeignet sei als das Zcash-Team, gebe es nirgends. Stand 13. Mai 2026 hält Cypherpunk 314.185,70 ZEC zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von 337,86 US-Dollar. Das entspricht rund 1,88% des gesamten Umlaufangebots von Zcash. Vor zehn Tagen lag der Buchgewinn nach Angaben im Umfeld des Unternehmens bei 100 Mio. US-Dollar; sofern seitdem keine Verkäufe erfolgt sind, beläuft sich der aktuelle Buchverlust auf 11,89 Mio. US-Dollar. Auslöser des jüngsten ZEC-Anstiegs in diesem Bullenmarkt war zuvor eine öffentliche Aussage des bekannten Silicon-Valley-Angel-Investors Naval Ravikant auf X, wonach \u0022ZCash als Alternative zu Bitcoin gesehen werden kann\u0022. Der Beitrag wurde nicht gelöscht, Ravikant hat ZEC seitdem jedoch nicht erneut erwähnt.