US-Iran-Abkommen kurz vor Abschluss: Ölpreise weltweit um mehr als 5% gefallen

BlockBeats berichtet: Am 25. Mai sind die internationalen Ölpreise deutlich schwächer in den Handel gestartet, nachdem sich am Markt die Erwartung eines bevorstehenden Abkommens zwischen den USA und Iran verstärkt hat. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lagen sowohl WTI- als auch Brent-Futures um mehr als 5% im Minus. Zuvor hatte Trump erklärt, die Gespräche zwischen den USA und Iran kämen einem Abschluss "näher", schränkte später jedoch ein, das Abkommen sei "noch nicht vollständig finalisiert". An den Märkten wird dennoch bereits eine sinkende geopolitische Risikoprämie eingepreist. Analysten sehen als zentralen Belastungsfaktor die Erwartung, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus schrittweise zur Normalität zurückkehrt. Iran teilte mit, dass in den vergangenen 24 Stunden 33 Schiffe, darunter Tanker, die Meerenge erfolgreich passiert hätten. Das deute auf eine spürbare Verbesserung der Transportbedingungen gegenüber zuvor hin. Wu Yan von Longzhong Information spricht von einem lange erwarteten positiven Signal für den Markt durch die vorläufige Kontur eines Friedensabkommens. Han Zhengji von Jinlianchuang erwartet, dass die internationalen Ölpreise bei Umsetzung des Abkommens weiter nachgeben könnten, wenn die geopolitische Prämie abnimmt; eine erneute Eskalation könne dagegen einen schnellen Preissprung auslösen. Mehrere Beobachter betonen zugleich, dass der globale Rohölmarkt weiterhin von einem Angebotsdefizit geprägt sei. Da die Förderung in mehreren Golfstaaten noch nicht wieder normal laufe und sich die Nordhalbkugel dem sommerlichen Nachfragehoch nähere, könnten die Ölpreise kurzfristig hoch bleiben und stark schwanken. Wu Yan rechnet für Brent von Juni bis August mit einer Spanne von 87 bis 110 US-Dollar je Barrel.