World Liberty Financial schlägt 10%-Burn von WLFI-Insider-Token vor
World Liberty Financial hat einen Governance-Vorschlag vorgelegt, der mehr als 62 Milliarden WLFI-Token von frühen Unterstützern und internen Stakeholdern erfasst. Ziel ist es, Sperrfristen neu zu ordnen und die künftige Tokenversorgung klarer zu strukturieren.
Bei Annahme würde der Plan die sofortige Vernichtung von bis zu 4,5 Milliarden Token aus Beständen von Gründern, Teammitgliedern, Beratern und Partnern auslösen. Das entspricht rund 10% dieser Insider-Bestände. Das Projekt bezeichnet den Vorstoß als eines der stärksten langfristigen Signale für Governance-Alignment im DeFi-Bereich.
Zugleich sieht der Vorschlag neue Vesting-Pläne für die verschiedenen Gruppen vor. Frühe Unterstützer halten zusammen rund 17 Milliarden gesperrte Token. Diese sollen auf einen Vierjahresplan umgestellt werden, mit einem zweijährigen Cliff und anschließend linearer Freigabe. Für diese Gruppe ist kein Burn vorgesehen.
Für Gründer, Team, Berater und Partner, die zusammen mehr als 45 Milliarden Token halten, gelten deutlich strengere Bedingungen. Wer in die neue Struktur wechselt, akzeptiert einen Burn von 10% der eigenen Bestände; der Rest soll über fünf Jahre vesten, ebenfalls mit einem zweijährigen Cliff. Wer die neuen Konditionen nicht annimmt, bleibt auf unbestimmte Zeit gesperrt, behält aber die Governance-Rechte.
Das Team will damit einen "Governance Overhang" reduzieren. Seit dem Start hat WLFI sechs Governance-Abstimmungen durchgeführt, die Beteiligung lag dabei zwischen 2,7 Milliarden und 11,1 Milliarden Token. Nach Angaben des Projekts haben bislang nur etwa 23% der wahlberechtigten gesperrten Token teilgenommen, der Großteil blieb inaktiv.
World Liberty begründet die Änderungen mit dem Ziel, die Tokenverteilung berechenbarer zu machen und die Governance-Stimmkraft stärker bei aktiven und engagierten Teilnehmern zu verankern. Der Schritt erfolgt, während sich das Projekt nach dem Rollout mehrerer Produkte für die nächste Wachstumsphase positioniert, darunter der USD1-Stablecoin, Lending- und Borrowing-Märkte sowie Integrationen mit zentralisierten Börsen.
Über den Vorschlag wird sieben Tage abgestimmt. Erforderlich sind ein Quorum von 1 Milliarde Token und eine einfache Mehrheit. Nach Deployment haben Tokeninhaber zehn Tage Zeit, die neuen Vesting-Bedingungen zu akzeptieren. Ohne Aktion bleiben Token standardmäßig gesperrt; ein genehmigter Burn wird umgehend ausgeführt. Scheitert der Vorschlag, bleiben die bisherigen Bedingungen unverändert.