Bitcoin-ETFs verzeichnen Zuflüsse von 117 Mio. US-Dollar – BTC nähert sich 69.000 US-Dollar
US-Spot-Bitcoin-ETFs haben am Dienstag, dem 31. März, wieder deutlich Kapital angezogen. Laut Daten von Farside Investors summierten sich die Nettozuflüsse auf 117,5 Mio. US-Dollar. BlackRocks IBIT führte mit 98,4 Mio. US-Dollar, Fidelitys FBTC kam auf 16,2 Mio. US-Dollar. Bitwise und ARK steuerten kleinere Beträge bei, mehrere Emittenten blieben nahezu unverändert.
Die Rückkehr der Zuflüsse folgt auf ein volatiles März-Umfeld: Am 18. März wurden netto 163,5 Mio. US-Dollar abgezogen, am 27. März 225,5 Mio. US-Dollar. Seit Auflegung dominiert IBIT weiterhin klar mit kumulierten Zuflüssen von über 63,2 Mrd. US-Dollar, während FBTC bei rund 11 Mrd. US-Dollar liegt. Grayscales GBTC verzeichnet derweil anhaltende Nettoabflüsse von 26 Mrd. US-Dollar – ein Hinweis darauf, dass Anleger in günstigere Gebührenstrukturen umschichten.
Die jüngsten ETF-Zuflüsse kommen trotz gegenläufiger Signale aus dem institutionellen Umfeld. CoinShares soll innerhalb von zwei Tagen 10.720 BTC im Wert von rund 720 Mio. US-Dollar in neue Wallets transferiert haben – der größte BTC-Abfluss in der Unternehmensgeschichte. MicroStrategy legte zudem eine Pause bei den Bitcoin-Käufen ein und stockte den Bestand in der vergangenen Woche nicht weiter auf. Damit endete eine 13-wöchige Kaufserie. Onchain-Daten zufolge erwarb MicroStrategy unter Michael Saylor insgesamt 90.831 BTC über Aktienverkäufe und Wandelanleihen; die Käufe erreichten zwischen dem 2. März und 15. März ihren Höhepunkt, darunter ein Erwerb im Umfang von 1,57 Mrd. US-Dollar. Bis zum 23. März verlangsamte sich das Tempo auf 1.031 BTC. Der Bestand liegt nun bei 762.099 Bitcoin, der durchschnittliche Einstandspreis beträgt 75.694 US-Dollar je BTC. Das entspricht mehr als 2,8% des gesamten Bitcoin-Angebots.
Am Markt bleibt Bitcoin an einer technisch wichtigen Zone. Der Analyst Ted Pillows erklärte, BTC sei an der Widerstandszone zwischen 69.000 und 70.000 US-Dollar abgewiesen worden; ein früherer Unterstützungsbereich habe sich in Widerstand verwandelt. In der von ihm geteilten Chart-Analyse handelt Bitcoin nach dem Scheitern oberhalb von 85.000 US-Dollar wieder tiefer, mit fallenden Hochs bis in Richtung Anfang 2026. Nach dem Bruch unter 80.600 US-Dollar rutschte der Kurs in den mittleren 60.000er-Bereich und ging anschließend in eine Seitwärtsphase über. Aktuell bewegt sich BTC in einer Spanne von 65.000 bis 70.000 US-Dollar. Weitere Widerstände sieht die Analyse bei 72.800 und 76.400 US-Dollar. Bei zunehmendem Verkaufsdruck könnten Unterstützungen bei 60.400 und 55.100 US-Dollar in den Fokus rücken.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin am Mittwoch, dem 1. April, bei rund 68.565 US-Dollar und lag damit 3,32% im Plus. Während ETF-Zuflüsse den Markt stützen, deuten gleichzeitig gemischte institutionelle Signale und Anzeichen von Distribution in Onchain-Daten auf kurzfristig erhöhte Schwankungen hin.