Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen binnen zwei Wochen Abflüsse von über 200 Mio. US-Dollar – Analysten sehen keine Flucht institutioneller Gelder

ChainCatcher berichtet: Bitcoin bewegte sich am Montag weiter seitwärts und blieb unter 78.000 US-Dollar. Hintergrund sind anhaltende Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs: In den vergangenen zwei Wochen summierten sie sich auf mehr als 1 Mrd. US-Dollar, in der Vorwoche lag der Nettoabfluss bei 1,26 Mrd. US-Dollar. Trotz weiterer Mittelabzüge aus BTC- und ETH-ETFs werten mehrere Marktteilnehmer die Entwicklung eher als Umschichtung denn als breit angelegten Rückzug institutioneller Investoren. Timothy Misir, Research Director bei BRN, sagte: "Institutionelle Käufe sind nicht verschwunden – sie rotieren lediglich." Daten zeigen, dass im gleichen Zeitraum XRP-ETFs Nettozuflüsse von 22 Mio. US-Dollar verbuchten, Solana-ETFs 16 Mio. US-Dollar anzogen und der neu aufgelegte Hyperliquid-(HYPE)-ETF rund 72 Mio. US-Dollar einsammelte. Ethereum-ETFs verzeichneten hingegen Abflüsse von 216 Mio. US-Dollar. Analysten führen die jüngsten Marktbewegungen auf mehrere Faktoren zurück, darunter die Lage zwischen den USA und Iran, die Verzögerung der SEC bei Plänen zum Handel tokenisierter Aktien sowie bevorstehende US-Makrodaten. Das habe BTC und ETH in einer engen Handelsspanne gehalten. Am Optionsmarkt positionieren sich Händler weiterhin für deutliche Volatilität: Bei Optionen mit Verfall am 29. Mai konzentriert sich das größte Open Interest bei Bitcoin auf den Put mit 75.000 US-Dollar sowie den Call mit 80.000 US-Dollar. Das institutionelle Haus Laser Digital sieht bei einer Einigung zwischen den USA und Iran Spielraum für einen kräftigen Rückgang der Ölpreise. Das könnte US-Aktien auf neue Höchststände treiben und die Risikoneigung über Anlageklassen hinweg beleben. Zugleich gelten zentrale Streitpunkte als ungelöst, insbesondere Irans Atomprogramm und die Kontrolle über die Straße von Hormus.