Brent-Spotpreis steigt über 140 US-Dollar je Barrel – höchster Stand seit 2008
ME News berichtet, dass am 3. April (UTC+8) der Spotpreis für Brent-Rohöl – die physische Lieferreferenz für Nordseeöl – die Marke von 140 US-Dollar je Barrel überschritten und damit den höchsten Stand seit 2008 erreicht hat. Nach Angaben von S&P Global stieg der Preis für in der Nordsee geliefertes Brent auf 141,37 US-Dollar je Barrel, ebenfalls der höchste Wert seit 2008.
Als Treiber gilt die seit inzwischen mehr als einem Monat andauernde Schließung der Straße von Hormus. Die Internationale Energieagentur (IEA) spricht in diesem Zusammenhang von der größten Angebotsunterbrechung in der Geschichte des Ölmarkts. Durch die Meerenge laufen rund ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen; Raffinerien berichten seit Wochen von erheblichen Schwierigkeiten, überhaupt verfügbare Mengen zu beschaffen.
Noch vor einem Tag lag Brent-Spot leicht unter 128 US-Dollar je Barrel. Damit notiert der Kassapreis nun über den Spitzenwerten aus der Russland-Ukraine-Krise 2022. Brent-Futures als Referenzkontrakt liegen weiterhin darunter, während der Spotpreis die kurzfristig gehandelten physischen Lieferpreise abbildet. (Jinshi) (Quelle: ODAILY)