SpaceX strebt IPO mit 1,75 bis 2 Billionen US-Dollar an und legt 1,29 Mrd. US-Dollar Bitcoin-Bestand offen

SpaceX peilt beim Börsengang eine Bewertung zwischen 1,75 Billionen und 2 Billionen US-Dollar an. Damit würde sich das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk in eine Liga mit Konzernen wie Apple und Nvidia einreihen. Der IPO-Antrag wurde nach Unternehmensangaben im April 2026 vertraulich eingereicht; der Handelsstart wird bis Juni erwartet. Wettmärkte sehen aktuell eine Wahrscheinlichkeit von 83 %, dass SpaceX beim Listing über 1,8 Billionen US-Dollar schließt. In der am 20. Mai veröffentlichten S-1-Unterlage findet sich eine zentrale Überraschung: SpaceX hält 18.712 Bitcoin. Der Bestand wird zum Fair Value von rund 1,29 Mrd. US-Dollar ausgewiesen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten lagen bei 661 Mio. US-Dollar, was einem nicht realisierten Plus von etwa 630 Mio. US-Dollar entspricht. Damit zählt SpaceX zu den größeren Corporate-Holdern von Bitcoin weltweit und bewegt sich in einem Kreis, zu dem auch MicroStrategy und Tesla gehören. Als operatives Fundament der Bewertung gilt vor allem Starlink. Die Satelliteninternet-Sparte hat sich zu einem bedeutenden Geschäft entwickelt und ist in Dutzenden Ländern aktiv, insbesondere in Regionen ohne klassische Breitbandinfrastruktur. Zusammen mit SpaceX' führender Rolle im Markt für wiederverwendbare Trägerraketen bildet Starlink den Kern der Equity-Story. Wettmärkte taxieren die Wahrscheinlichkeit eines Listings bis zum 30. Juni 2026 auf 95 %. Die angestrebte Bewertung wird nach Darstellung des Briefings vor allem durch terrestrische Cashflows aus Satellitendiensten und Startverträgen getragen. Gleichzeitig bleibt die Mars-Vision ein Bewertungsfaktor mit Fragezeichen. SpaceX positioniert Starship ausdrücklich als Schlüssel für das langfristige Ziel, Menschen auf dem Mars anzusiedeln. Die technischen Hürden gelten als enorm: Strahlenbelastung, fehlende atembare Atmosphäre sowie die Logistik, Millionen Tonnen Material über rund 140 Millionen Meilen zu transportieren. Skepsis in Fachkreisen richtet sich weniger gegen die theoretische Machbarkeit als gegen die Frage, ob ein solches Zukunftsprojekt in eine Bewertung einfließen sollte, wenn öffentliche Investoren für das Unternehmen rund 1,8 Billionen US-Dollar bezahlen sollen. Für Investoren ist die Bitcoin-Offenlegung besonders relevant. SpaceX' Einstieg in die Gruppe großer Unternehmenshalter gilt als zusätzlicher Legitimationsschub in einer Phase, in der Bitcoin nahe historischer Niveaus handelt. Sollte der IPO bei oder über 1,8 Billionen US-Dollar bepreist werden, wäre SpaceX das prominenteste börsennotierte Unternehmen außerhalb von MicroStrategy mit einer Bitcoin-Position von über 1 Mrd. US-Dollar. Mit knapp 19.000 BTC ist SpaceX zudem spürbar der Volatilität des Bitcoin-Preises ausgesetzt, was sich in Quartalszahlen niederschlagen kann. Bei einem Rückgang von BTC um 30 % in einem Quartal würde das Unternehmen einen Mark-to-Market-Verlust von nahezu 400 Mio. US-Dollar ausweisen.