SEC stuft Bitcoin und Ethereum im neuen Token-Rahmenwerk als Nicht-Wertpapiere ein

Die US-Börsenaufsicht SEC sorgt mit einer neuen Token-Taxonomie für mehr Klarheit im Kryptomarkt: Chairman Paul Atkins bestätigte beim DC Blockchain Summit 2026, dass Bitcoin und Ethereum keine Wertpapiere sind, sondern als digitale Rohstoffe (digital commodities) gelten. Damit liegen beide Vermögenswerte grundsätzlich außerhalb des Anwendungsbereichs des US-Wertpapierrechts. Kern des neuen Ansatzes ist eine formalisierte Einteilung in vier Kategorien von Krypto-Assets, die als Nicht-Wertpapiere gelten: digitale Rohstoffe, digitale Sammlerstücke (digital collectibles), digitale Werkzeuge (digital tools) und Zahlungs-Stablecoins nach dem GENIUS Act. Nur eine weitere Kategorie fällt weiterhin unter das Wertpapierrecht: digitale Wertpapiere, also tokenisierte Varianten klassischer Finanzinstrumente. Die SEC will ihre Aufsicht künftig auf Transaktionen mit solchen Wertpapieren konzentrieren und nicht auf die gesamte Digital-Asset-Aktivität. Atkins erklärte, damit beende die Behörde ihr „persistentes Versagen“, klare Kriterien für die Wertpapier-Einordnung von Krypto-Assets zu liefern; das neue Rahmenwerk stütze sich auf bestehendes Recht und berücksichtige öffentliche Stellungnahmen. Er sagte zudem, die Kommission sei „nicht mehr die Securities and Exchange Commission“. Gleichzeitig betont die SEC, dass die Einstufung als Nicht-Wertpapier nicht automatisch alle Pflichten entfallen lässt. Ein Krypto-Asset kann weiterhin unter Wertpapiergesetze fallen, wenn es im Rahmen eines „Investment Contract“ angeboten wird, also wenn Zusagen des Emittenten eine Anlegerabhängigkeit von dessen Leistungsversprechen begründen. Die aktualisierte Auslegung verlangt von Projektteams, Aussagen und Versprechen klar offenzulegen, einschließlich der Management- und Entwicklungsleistungen, die mit dem Asset verknüpft sind. Diese Angaben müssen ausdrücklich und eindeutig sein, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen der etablierten rechtlichen Tests für Anlegervertrauen erreicht werden. Ziel ist es, das Asset selbst von den Bedingungen seines Vertriebs zu trennen. Parallel dazu haben SEC und Commodity Futures Trading Commission (CFTC) gemeinsame Auslegungshinweise veröffentlicht, wie beide Behörden prüfen, ob ein Krypto-Asset als Wertpapier einzustufen ist. Digitale Wertpapiere bleiben demnach unter SEC-Aufsicht, während Zahlungs-Stablecoins, digitale Werkzeuge und digitale Sammlerstücke in der Regel nicht unter das Wertpapierrecht fallen. Emittenten können trotzdem regulierungspflichtig werden, wenn ihr Verhalten bestimmte Bedingungen erfüllt. Die CFTC erteilte zudem einen No-Action-Brief für einen Anbieter einer nicht-verwahrenden Wallet, der unter Auflagen Derivate- und Prediction-Market-Transaktionen ermöglicht. In Arizona wurden unterdessen strafrechtliche Vorwürfe gegen einen Prediction-Market-Anbieter erhoben, was auf fortgesetzte Durchsetzungsaktivitäten hinweist. Quelle: X. Der Beitrag „Crypto News: SEC Chair Declares Bitcoin and Ethereum NonSecurities Under New Token Framework“ erschien zuerst bei The Coin Republic.