Short Squeeze am Ölmarkt setzt Bären unter Druck – SCO-ETF mit Rekordzuflüssen

ME News berichtet, dass am 2. April (UTC+8) eine Gruppe von Rohöl-Händlern massiv auf fallende Preise gesetzt hat, in der Erwartung, dass sich die Notierungen von ihren kriegsgetriebenen Höchstständen zurückziehen. Für viele dieser Marktteilnehmer endete die Wette inzwischen mit deutlichen Verlusten. Daten zeigen, dass ETF-Investoren im März 977 Mio. US-Dollar in den ProShares UltraShort Bloomberg Crude Oil ETF (SCO) investierten – der höchste Monatszufluss seit Auflegung des Fonds im Jahr 2008. SCO bildet die tägliche Ölpreisbewegung zweifach invers ab. Trotz des Rekordzuflusses lagen die verwalteten Vermögen des ETFs zuletzt bei 970 Mio. US-Dollar und damit unter dem im Monatsverlauf zugeflossenen Betrag. Rocky Fishman, Gründer von Asym 500, sagte: "Das ist eine Wette darauf, dass 'der Krieg bald endet'." Nachdem Präsident Trump erneut ein mögliches Ende des Iran-Konflikts angedeutet hatte, stieg der Fonds um 8%. Im März lag SCO dennoch 41% im Minus – die schwächste Monatsperformance seit fast sechs Jahren. Die Positionierung war insgesamt stark gespalten: Auch Long-Produkte verzeichneten Rekorde. Der United States Oil Fund (USO) zog im März rund 700 Mio. US-Dollar an – der größte Monatszufluss seit der Pandemie. Der United States Brent Oil Fund (BNO) erhielt 600 Mio. US-Dollar und damit so viel wie nie zuvor. Der Markt wirkt damit stark polarisiert, während gehebeltes Kapital auf beiden Seiten Absicherungs- und Richtungswetten eingeht. (Jinshi) (Quelle: ODAILY)