NYSE Arca will XRP als zulässigen Basiswert für Commodity-Trusts aufnehmen
NYSE Arca hat bei der US-Börsenaufsicht SEC eine Regeländerung eingereicht, die XRP ausdrücklich als zulässigen Basiswert nach den aktualisierten Standards für Commodity-Trusts nennt. Konkret soll Rule 8.201E angepasst werden, die die allgemeinen Listing-Anforderungen für diese Produkte regelt.
In dem Entwurf führt NYSE Arca XRP neben Bitcoin und Ethereum als Beispiele für Vermögenswerte an, die für Commodity-Trust-Produkte in Frage kommen. Vorgesehen ist zudem eine Portfolioregel: Ein Krypto-Trust erfüllt die neuen Kriterien, wenn mindestens 85% des Nettoinventarwerts (NAV) aus Vermögenswerten bestehen, die genehmigt sind und bestehende regulatorische sowie Listing-Vorgaben einhalten. Bis zu 15% der gehaltenen XRP und anderer zulässiger Assets dürfen demnach außerhalb der genehmigten Kategorien liegen, ohne dass der Trust die Anforderungen verfehlt.
Die SEC hat eine öffentliche Kommentierungsphase eröffnet; anschließend soll eine endgültige Entscheidung folgen. Obwohl XRP im Dokument als Beispiel aufgeführt wird, wird der Token in den Einreichungen nicht formell als Rohstoff (Commodity) klassifiziert.
Die Nennung gilt dennoch als bemerkenswert, da XRP seit Jahren Gegenstand regulatorischer Debatten in den USA ist. 2023 entschied ein Gericht in New York, dass XRP kein Wertpapier ist. Ob XRP als Commodity einzustufen ist, bleibt unter Juristen umstritten, auch nachdem SEC und CFTC gemeinsam einen Klassifizierungsstandard veröffentlicht hatten. Marktteilnehmer verweisen darauf, dass letztlich nur eindeutige, vom Kongress getragene Gesetzgebung wie ein "Clarifying Act" die Unsicherheit dauerhaft beseitigen und spätere politische Kurswechsel verhindern könne.