Morgan Stanley aktualisiert Solana-ETF-Antrag – Zuflüsse ziehen an

Morgan Stanley hat seinen Antrag für einen Solana-Spot-ETF überarbeitet. Das Produkt soll als Morgan Stanley Solana Trust an der NYSE Arca unter dem Kürzel MSOL gehandelt werden. Parallel dazu kehrten die Mittelzuflüsse in Solana-ETFs zurück: Am Dienstag flossen laut SoSoValue 3,78 Mio. US-Dollar zu, nachdem am Vortag bereits 2,06 Mio. US-Dollar verbucht worden waren. SOL notierte am Mittwoch nahe 85 US-Dollar. Der Markt blickt darauf, ob die ETF-Nachfrage und ein freundlicheres Bild bei Derivaten nach dem jüngsten Rücksetzer eine Erholung stützen können. MSOL-Prospekt: Direktes SOL-Exposure inklusive Staking In dem geänderten vorläufigen Prospekt beschreibt Morgan Stanley den Trust als passives Anlagevehikel, das SOL direkt halten und die US-Dollar-Entwicklung des Tokens nach Kosten und Verbindlichkeiten abbilden soll. Neu ist, dass das Dokument Staking ausdrücklich einbezieht: Der Trust kann einen Teil seiner SOL über Drittanbieter staken und die Staking-Erträge im Nettoinventarwert berücksichtigen. Morgan Stanley will Staking-Dienstleister nach Kriterien wie Performance, Zuverlässigkeit, Reputation, Verfügbarkeit (Uptime) und Slashing-Historie bewerten. Der Prospekt betont zudem, dass der Fonds weder Hebel, Derivate noch ähnliche Konstruktionen nutzen will. Anleger sollen Solana-Exposure über ein klassisches Brokerage-Konto erhalten, ohne Wallet-Verwaltung, Private Keys oder Onchain-Transfers. Staking-Erträge können gemäß aktueller IRS-Leitlinien bei Bedarf mindestens quartalsweise ausgeschüttet werden. Zuflüsse trotz schwacher Kurslage Die positiven Zuflüsse zu Wochenbeginn stehen einer weiterhin angespannten technischen Lage gegenüber. SOL lag am Mittwoch laut Bericht um 84 US-Dollar und damit unter dem 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 86,67 US-Dollar sowie unter der 50-Tage-EMA bei 87,64 US-Dollar. Diese Zone gilt als erster Widerstandsbereich. Für eine robustere Erholung müsste SOL die 100-Tage-EMA nahe 92,96 US-Dollar zurückerobern. Als nächster größerer Widerstandsbereich wird die Spanne von 97,89 bis 98,53 US-Dollar beobachtet. Bis dahin könnten kurzfristige Anstiege auf Verkaufsdruck treffen. Derivate signalisieren leichte Entspannung Auch der Derivatemarkt zeigt vorsichtige Stabilisierungstendenzen. Die Funding Rates drehten am Dienstag ins Plus und stiegen am Mittwoch auf 0,0063%, wie in dem Update unter Verweis auf Coinglass angegeben wird. Positive Funding Rates bedeuten, dass Long-Positionen Shorts bezahlen. Das Long-to-Short-Verhältnis erholte sich am Mittwoch auf 0,99, nachdem es am Sonntag auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat gefallen war. Ein Wert über 1 würde darauf hindeuten, dass mehr Trader steigende als fallende Kurse erwarten. CryptoQuant-Zusammenfassungsdaten wurden als neutral bis leicht positiv beschrieben, was auf eine Abkühlung nach der jüngsten Verkaufswelle hindeutet, ohne eine vollständige Trendwende zu bestätigen. Technische Marken: Widerstände bleiben entscheidend SOL bleibt in einer Korrektur, solange der Kurs unter kurz- und mittelfristigen gleitenden Durchschnitten liegt. Im Bericht wird ein Rebound auf etwa 85,65 US-Dollar genannt, nachdem Käufer den Bereich um 84 US-Dollar verteidigt hatten. Der RSI stieg auf 47,58, der MACD-Histogrammwert drehte mit 0,283 ins Positive. Die MACD-Linie nähert sich zudem einem bullischen Crossover, was bei höherem Volumen eine Bewegung in Richtung 90 US-Dollar unterstützen könnte. Auf der Unterseite wird Unterstützung bei 77,71 US-Dollar gesehen, tiefer bei rund 67,50 US-Dollar. Gelingt es nicht, die Widerstände bei 86,67 und 87,64 US-Dollar zurückzuerobern, könnte das kurzfristige Bild aus Sicht der Verkäufer intakt bleiben. Die Aktualisierung des MSOL-Antrags rückt Solana zwar erneut in den Fokus institutioneller Investoren, für einen nachhaltigen Ausbruch über die Widerstände wäre jedoch stärkere Kaufdynamik erforderlich.