MetaPlanet steigt mit 40.177 BTC zum drittgrößten Corporate-Bitcoin-Halter auf
MetaPlanet, eine in Tokio gelistete Investmentgesellschaft, die sich zu einem der aggressivsten Corporate-Käufer von Bitcoin entwickelt hat, meldete für das erste Quartal 2026 den Zukauf von 5.075 BTC. Das Unternehmen bezifferte das Volumen auf rund 400 Mio. US-Dollar. Damit steigen die Bestände auf insgesamt 40.177 Bitcoin im Wert von etwa 2,7 Mrd. US-Dollar.
Mit dem Schritt rückt MetaPlanet unter den börsennotierten Unternehmen auf Platz drei nach Bitcoin-Beständen vor und zieht an MARA Holdings vorbei. MARA hatte zuletzt Bitcoin im Wert von 1,1 Mrd. US-Dollar verkauft. MetaPlanet nähert sich zudem Twenty One Capital an. Twenty One Capital hält 43.514 BTC, bewertet mit rund 2,9 Mrd. US-Dollar.
MetaPlanet wurde 1999 als auf das Gastgewerbe fokussiertes Unternehmen gegründet und kämpfte über Jahre mit der Profitabilität, bevor 2024 der Strategiewechsel hin zu Bitcoin erfolgte. Innerhalb von zwei Jahren wurden zwei neue Tochtergesellschaften aufgebaut, um die Bitcoin-Strategie über reines Halten hinaus zu erweitern. Anfang 2025 lagen die Bestände bei unter 2.000 BTC. In rund 15 Monaten wuchsen die Reserven damit um etwa 2.180%. Das Unternehmen peilt 100.000 BTC bis Ende 2026 und 210.000 BTC bis Ende 2027 an.
Das "Bitcoin Income Business" erzielte im Quartal Erlöse von rund 19,8 Mio. US-Dollar. Umgerechnet entspricht das etwa 3.900 US-Dollar je erworbenem BTC und senkt damit effektiv die Nettoanschaffungskosten. Der Wert liegt nahe am Markt-Benchmark des VWAP von etwa 79,1 Tsd. US-Dollar. Die Strategie verbindet optionsbasierte Ertragserzielung mit dem Aufbau von Bitcoin-Beständen, sodass laufende Einnahmen die Käufe teilweise gegenfinanzieren.
Als Kennzahl wies MetaPlanet für Q1 2026 einen BTC Yield von 2,8% aus, nach höheren Werten im Jahresverlauf 2025. Der BTC Yield misst das Wachstum der Bitcoin-Bestände im Verhältnis zur Verwässerung durch neue Aktien. BTC Gain bildet die Akkumulation ohne Verwässerungseffekte ab, BTC USD Gain übersetzt diese Entwicklung in US-Dollar.
Der Zukauf folgt auf eine Kapitalaufnahme über 255 Mio. US-Dollar Ende März, deren Mittel für Bitcoin-Käufe vorgesehen sind. Erste Schätzungen hatten 3.600–3.700 BTC in Aussicht gestellt. Das Gesamtvolumen könnte bei Ausübung von Warrants auf bis zu 531 Mio. US-Dollar steigen und damit größere Akkumulationen ermöglichen.