Fed-Vertreter warnt: Schwaches Jobwachstum könnte angesichts geopolitischer Risiken zur neuen Normalität werden

Laut ME News berichtete Nick Timiraos, der als "Stimme der Fed" gilt, am 4. April (UTC+8), dass die US-Wirtschaft im März 178.000 neue Stellen geschaffen hat und damit den deutlichen Rückgang im Februar ausglich. Die Arbeitslosenquote sank zugleich auf 4,3%. Unter der Oberfläche fielen die Signale jedoch schwächer aus: Das Lohnwachstum für typische Beschäftigte verlangsamte sich auf die niedrigste Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr seit Beginn der Erholung nach der Pandemie vor fünf Jahren. Über die beiden volatilen Monate gemittelt ergibt sich ein klareres Bild: lediglich 22.500 neue Jobs pro Monat im Durchschnitt. Vor zwei Jahren hätte ein solches Tempo noch Alarm ausgelöst; heute könnte es weiterhin als akzeptabel gelten. Fed-Vertreter ringen nach wie vor damit, diesen Wandel zu erklären. Die Präsidentin der Fed von San Francisco, Mary Daly, schrieb am Freitag: "Es ist nicht leicht, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass eine Wirtschaft ohne Jobwachstum dennoch mit Vollbeschäftigung vereinbar sein kann." Besonders anfällig sei die Lage bei neuen Angebotsschocks. Sollte der Iran-Konflikt anhalten und höhere Treibstoffkosten oder Engpässe bei Rohstoffen Unternehmen und Verbraucher belasten, fehle dem Arbeitsmarkt der Puffer, um solche Schocks abzufedern. Zugleich könnten Inflationssorgen das Vertrauen in Zinssenkungen schwächen und den geldpolitischen Spielraum der Fed weiter einengen. (Quelle: ChainCatcher)