LayerZero: KelpDAO verliert bei Exploit rund 290 Mio. US-Dollar – Spur führt zur Lazarus-Gruppe aus Nordkorea
LayerZero teilte mit, dass KelpDAO am 18. April 2026 Ziel eines Exploits wurde. Der Schaden beläuft sich demnach auf etwa 290 Mio. US-Dollar. Als mutmaßlicher Urheber wird vorläufig die Lazarus-Gruppe (TraderTraitor) aus der Demokratischen Volksrepublik Korea genannt.
Nach Darstellung von LayerZero zielte der Angriff nicht auf Protokoll- oder Schlüssel-Schwachstellen. Stattdessen wurden nachgelagerte RPC-Endpunkte, die vom DVN genutzt werden, manipuliert. In Kombination mit einer DDoS-Attacke wurde ein Failover erzwungen, wodurch das DVN Transaktionen bestätigte, die tatsächlich nie stattgefunden hatten.
Ursache sei die 1/1-DVN-Konfiguration von KelpDAO gewesen, die einen Single Point of Failure geschaffen habe. Die Auswirkungen seien auf rsETH begrenzt geblieben; eine breitere Ansteckung anderer Systeme habe es nicht gegeben. Die betroffenen RPCs wurden ausgetauscht, und das LayerZero-Labs-DVN ist inzwischen wieder in Betrieb.