Kevin Warsh als Fed-Chef vereidigt: Politische Verantwortung für Trumps Wirtschaftskurs rückt in den Fokus
Laut einem Bericht von BlockBeats wurde Kevin Warsh am 25. Mai, nach persönlicher Ernennung durch US-Präsident Trump, offiziell als Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve vereidigt. Beobachter erwarten, dass Trump damit künftig die volle politische Verantwortung für Konjunkturverlauf und Inflationsentwicklung in den USA zugeschrieben wird.
Dem Bericht zufolge hatte Trump den früheren Fed-Chef Powell über längere Zeit für hohe Zinsen, einen schwachen Immobilienmarkt und eine abkühlende Wirtschaft verantwortlich gemacht. Mit Warsh an der Spitze gilt die Geldpolitik nun zunehmend als unmittelbare Fortsetzung von "Trump Economics".
Die US-Wirtschaft steht derzeit unter mehreren Belastungen: Der Zinssatz für 30-jährige Hypotheken liegt wieder über 6,5%, die PCE-Inflation ist auf 3,5% gestiegen, der landesweite Durchschnittspreis für Benzin hat 4,55 US-Dollar je Gallone überschritten. An den Märkten wächst die Sorge, dass die Federal Reserve angesichts der hohen Inflation zu weiteren Zinserhöhungen gezwungen sein könnte. Das könnte die Aussichten der Republikaner bei den Zwischenwahlen zusätzlich belasten.
Warsh hatte sich zudem dafür ausgesprochen, die Forward Guidance zu schwächen und die Unsicherheit über den künftigen Kurs zu erhöhen. Beim Fed-Treffen im April erreichte die Zahl der abweichenden Stimmen den höchsten Stand seit fast 30 Jahren, was auf eine deutliche Spaltung innerhalb der Institution hindeutet.