Hongkong verfehlt März-Ziel für Stablecoin-Lizenzen – neuer Termin offen
Hongkong bringt die erste Runde von Stablecoin-Lizenzen später als geplant auf den Weg. Die Hong Kong Monetary Authority (HKMA) teilte mit, das Verfahren laufe weiterhin; eine offizielle Bekanntgabe werde in Kürze erwartet. Zuvor hatten Spitzenvertreter wie HKMA-Chef Eddie Yue und Finanzminister Paul Chan den März als Zielmarke genannt.
Die Verzögerung gilt nicht als Folge von Marktbedingungen. Beobachter führen sie eher auf ein langsameres Prüfverfahren und einen besonders vorsichtigen Regulierungsansatz zurück. Die Behörden nehmen sich zusätzliche Zeit, um Anträge detailliert zu bewerten und die Voraussetzungen für den Start der ersten lizenzierten Emittenten vollständig abzustimmen. Die HKMA erklärte erneut, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen sei und weitere Informationen folgen sollen.
An den Erwartungen, wer zu den ersten Lizenzinhabern zählen könnte, ändert sich wenig. Große Institute wie HSBC und Standard Chartered werden weiterhin als Favoriten gehandelt. Hongkong plant zum Auftakt nur eine begrenzte Zahl an Lizenzen zu vergeben, was auf eine kontrollierte und selektive Einführung hindeutet.
Hintergrund der strikten Gangart sind Risiken wie Geldwäsche und mögliche Instabilität im Finanzsystem. Zudem warnen Regulierer vor "Bank-Run"-ähnlichen Szenarien, falls das Vertrauen in die Reserven hinter Stablecoins schwindet. Entsprechend setzt die HKMA auf strenge Vorgaben zu Kapitalausstattung, Reservehaltung und Rücknahmebedingungen; auch schärfere KYC-Anforderungen stehen im Raum.
Die übergeordnete Strategie bleibt davon unberührt: Hongkong will sich als globaler Standort für Digital Assets und Web3-Innovation positionieren. Mit Priorität auf belastbare Regeln statt Tempo soll ein sicheres und vertrauenswürdiges Stablecoin-Ökosystem aufgebaut werden.
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