44% des umlaufenden Bitcoin-Angebots liegen im Minus – unrealiserte Verluste bei 598,7 Mrd. US-Dollar
Huo Xing Finance berichtet: Laut Cointelegraph notiert Bitcoin am 2. April bei 66.450 US-Dollar und damit 47% unter dem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar aus dem Oktober 2025. Für Anleger bedeutet das erhebliche Buchverluste.
Daten von Glassnode zufolge befinden sich derzeit rund 8,8 Mio. BTC "unter Wasser". Das entspricht einem unrealisierten Verlust von etwa 598,7 Mrd. US-Dollar und betrifft mehr als 44% des zirkulierenden Angebots. Glassnode sieht Parallelen zur Lage im zweiten Quartal 2022: "Historisch erfordert der Abbau eines so großen Angebotsüberhangs, dass signifikante Bestände von Verlustträgern zu neuen Käufern übergehen, die auf niedrigeren Preisniveaus einsteigen."
Die realisierten täglichen Verluste bei Langfrist-Haltern (Haltedauer über 155 Tage) sind auf 200 Mio. US-Dollar gestiegen. Glassnode wertet dies als "Bestätigung aktiver Stop-Loss-Verkäufe". Ein spürbarer Rückgang auf unter 25 Mio. US-Dollar pro Tag wäre demnach ein stärkeres Signal für nachlassenden Verkaufsdruck – historisch oft ein Vorläufer von Markt-Tiefs vor Übergängen in Bullenmarktphasen.
Zusätzlichen Druck zeigt der Vergleich mit US-Spot-Bitcoin-ETFs: Der Spotpreis liegt weiter unter der durchschnittlichen Kostenbasis dieser ETF-Investoren von 83.408 US-Dollar. In der Woche bis zum 27. März verzeichneten globale Bitcoin-Anlageprodukte Nettoabflüsse von mehr als 194 Mio. US-Dollar.
Auf der Nachfrageseite lag der "Apparent Bitcoin Demand"-Indikator von Capriole Investment am Donnerstag bei 1.623 BTC und signalisiert eine Dominanz der Verkäufer. CryptoQuant verweist darauf, dass der Nachfragerückgang seit Ende November 2025 "bestätigt, dass sich der breitere Markt weiterhin in einer Distributionsphase befindet". Auch der Coinbase Premium Index bleibt im negativen Bereich – ein Hinweis darauf, dass US-Investoren bislang nicht in nennenswertem Umfang in den Markt zurückgekehrt sind.