Dunamu: Operatives Ergebnis bricht im ersten Quartal um 78% ein
Dunamu, das südkoreanische Fintech hinter der führenden Krypto-Börse Upbit, hat im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang gemeldet. Nach Angaben, die das Unternehmen am 15. über den Financial Supervisory Service veröffentlichte, fiel der operative Gewinn im Jahresvergleich um 78% auf 88 Mrd. Won (rund 59 Mio. US-Dollar).
Der Konzernumsatz ging im selben Zeitraum um 55% auf 235 Mrd. Won zurück, nachdem im Vorjahr noch 516 Mrd. Won erzielt worden waren. Das operative Ergebnis sank von rund 396 Mrd. Won auf 88 Mrd. Won. Der Nettogewinn verringerte sich ebenfalls um 78% auf etwa 70 Mrd. Won, verglichen mit knapp 321 Mrd. Won im Vorjahresquartal.
Als Hauptursache nannte Dunamu das geringere Handelsvolumen am Markt für virtuelle Vermögenswerte infolge der globalen konjunkturellen Abschwächung. Da Transaktionsgebühren 97% der Erlöse ausmachen, zeigte sich die schwächere Marktaktivität auch bei den Kundeneinlagen: Diese beliefen sich im ersten Quartal auf rund 5 Bio. Won und lagen damit 11% unter dem Stand zum Jahresende.
Parallel dazu sicherte sich Dunamu eine Investition in Höhe von 1 Bio. Won (670 Mio. US-Dollar) von der Hana Financial Group. Im Rahmen der Transaktion erwirbt die Hana Bank von Kakao Investment einen Anteil von 6,55% an Dunamu und wird damit viertgrößter Aktionär. Beide Unternehmen vereinbarten zudem eine Zusammenarbeit beim Ausbau der Infrastruktur für ein won-basiertes Stablecoin-Ökosystem.
Unabhängig davon hatte Naver Financial, eine Tochtergesellschaft der Naver Corp., im November 2025 zugestimmt, Dunamu im Rahmen eines Aktientauschs zu übernehmen. Die Transaktion wurde mit rund 10 Mrd. US-Dollar bewertet. Nach Abschluss prüft das Unternehmen Berichten zufolge einen Börsengang.