Krypto: US-Justiz klagt 10 Manager von Krypto-Market-Makern nach FBI-Wash-Trading-Einsatz an, drei aus Singapur ausgeliefert
Das US-Justizministerium hat Anklage gegen zehn ausländische Staatsangehörige aus vier Krypto-Market-Making-Firmen erhoben: Gotbit, Vortex, Antier und Contrarian. Ihnen wird vorgeworfen, Pump-and-Dump-Strategien mithilfe von Wash Trading organisiert zu haben.
Drei Beschuldigte, darunter zwei CEOs, wurden in Singapur festgenommen und zur Anhörung vor einem Bundesgericht in Oakland ausgeliefert. Der Vorwurf geht auf "Operation Token Mirrors" zurück, eine verdeckte Aktion von FBI und IRS: Ermittler setzten eigene Kryptowährungs-Token auf, um Dienstleistungen zur Marktmanipulation aufzudecken.
Nach Darstellung der Behörden traten die Firmen zugleich als Käufer und Verkäufer auf, um Handelsvolumen vorzutäuschen, Kurse künstlich nach oben zu treiben und anschließend an ahnungslose Anleger zu verkaufen. Aus Singapur ausgeliefert wurden Vortex-CEO Gleb Gora (24, russischer Staatsbürger), Contrarian-CEO Manu Singh sowie der Mitarbeiter Vasu Sharma.
Zwei Mitarbeiter von Gotbit hatten sich bereits schuldig bekannt und wurden verurteilt. Den Angeklagten drohen je Anklagepunkt Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren sowie Geldstrafen von bis zu 250.000 US-Dollar. Zudem wurden Kryptowerte von mehr als 1 Mio. US-Dollar beschlagnahmt.