CFTC-Schritte treiben Robinhood- und Coinbase-Aktien an
Robinhood (HOOD) und Coinbase (COIN) schlossen die letzte Sitzung der Woche im Plus. Besonders stark legte Robinhood zu, nachdem US-Aufseher Maßnahmen angestoßen hatten, die den heimischen Markt für Krypto-Derivate ausweiten könnten. Die HOOD-Aktie sprang um rund 11% und beendete den Handel bei etwa 94 US-Dollar je Aktie – dem höchsten Stand seit Februar. Coinbase gewann knapp 7% und schloss nahe 189 US-Dollar. Damit bewegt sich COIN weiter innerhalb der seit Ende März bestehenden Seitwärtszone von ungefähr 160 bis 215 US-Dollar.
Auslöser der Kursgewinne war nach Einschätzung vieler Marktbeobachter die Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Die Behörde teilte am Freitag mit, US-Unternehmen künftig den Handel mit unbefristeten Futures (Perpetuals/Perps) zu ermöglichen. Das gilt als möglicher Impuls für neue Produktangebote und höhere Handelsaktivität in den USA.
Am selben Tag leitete die CFTC zudem die Ausstellung eines No-Action-Letters für Coinbase ein. Nach den Vorgaben der Aufsicht sollen US-Kunden von Coinbase damit Zugang zu Optionen und Perpetuals erhalten, die das Unternehmen bereits anbietet.
Die Signale reichen über Coinbase hinaus: Weitere in den USA ansässige Anbieter prüfen Perpetuals, darunter die Handelsplattform Gemini sowie Robinhood, das entsprechende Produkte in Europa bereits im Programm hat. Mizuho-Analyst Dan Dolev sprach von einer "massiven Marktchance" und sieht Potenzial, dass Coinbase und andere Anbieter Handelsvolumen zurückholen, das bislang überwiegend auf Offshore-Plattformen stattfindet.
Mizuho erhöhte in diesem Zusammenhang sein Kursziel für Robinhood von 110 auf 115 US-Dollar. Citizens bekräftigte das Rating "market outperform" und ließ das Kursziel bei 155 US-Dollar. Zu den Treibern der positiven Einschätzung zählt auch Robinhoods Plan, Nutzern die Anbindung von KI-Agenten an ihre Konten zu ermöglichen – sowohl für Trading als auch für Kreditkartenkäufe. Zudem sollen Kunden KI-Agenten künftig anweisen können, Aktien in einem separaten Konto zu handeln, mit vom Nutzer gesetzten Limits. Unterstützung für Optionen, Event-Kontrakte, Futures und weitere Produkte soll laut Unternehmen später folgen.
Titelbild erstellt mit OpenArt; Chart von TradingView.com