CFTC genehmigt Kalshis BTCPERP-Perpetuals; Coinbase erhält No-Action-Weg für US-Angebote
Coinbase (COIN) und der Prognosemarktbetreiber Kalshi wollen US-Kunden künftig Perpetual-Futures auf Kryptowährungen anbieten. Damit rücken diese bislang häufig in einer regulatorischen Grauzone genutzten Produkte stärker unter US-Aufsicht. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat Listings freigegeben, über die der Handel über regulierte Handelsplätze in den Vereinigten Staaten erfolgen kann.
Kalshi reichte den Vertrag am 29. Mai im Rahmen des freiwilligen Prüfverfahrens der CFTC ein. Die Behörde kam zu dem Ergebnis, dass der Kontrakt die Anforderungen des Commodity Exchange Act erfüllt. Kalshis Börse KalshiEX darf damit ein bitcoin-gekoppeltes Perpetual-Futures-Produkt mit der Bezeichnung BTCPERP listen, das Marktteilnehmern ein Engagement in den Bitcoin-Preis ohne klassisches Verfallsdatum ermöglicht. Kalshi muss das Produkt vollständig im Einklang mit dem Commodity Exchange Act und den einschlägigen Regeln betreiben.
Das Unternehmen kündigte an, eine Genehmigung für Perpetuals auf mehr als ein Dutzend weiterer Kryptowährungen anstreben zu wollen, vorbehaltlich weiterer regulatorischer Prüfungen. Kalshi-CEO Tarek Mansour erklärte, "Onshore, sichere und regulierte Perps" könnten die Kapitalallokation und das Risikomanagement für zahlreiche US-Unternehmen verbessern.
Perpetual-Futures haben zuletzt deutlich an Bedeutung gewonnen. Nach Daten von CryptoQuant erreichte das Handelsvolumen von Perpetuals 2025 insgesamt 61,7 Billionen US-Dollar, ein Plus von 29% gegenüber 2024.
Coinbase verfolgt einen anderen Ansatz: Die CFTC erteilte Coinbase Financial Markets eine No-Action-Determination. Sie ermöglicht es der Tochtergesellschaft, US-Kunden den Zugang zu ausgewählten internationalen Options- und Perpetual-Futures-Produkten zu vermitteln. Die Abwicklung soll über die Bermuda-Einheit von Coinbase unter einer ausländischen Futures-Regulatorik erfolgen, nicht als rein inländisches Listing.
Warum das wichtig ist:
Regulatorische Klarheit: Die CFTC-Entscheidungen bringen Perpetuals faktisch erstmals unter direkte US-regulatorische Kontrolle und reduzieren rechtliche Unsicherheit für US-Marktteilnehmer.
Marktwirkung: Regulierte Onshore-Perpetuals könnten die institutionelle Beteiligung ausweiten, das Risikomanagement verbessern und Kapital anziehen, das wegen Compliance- und Verwahrthemen bislang abgewartet hat.
Ausblick: Kalshis Plan für eine breite Palette an Krypto-Perpetual-Kontrakten deutet auf Wachstum bei Onshore-Derivaten für US-Trader hin.
In Summe markieren die Entscheidungen einen weiteren Schritt, Kryptoderivate in den etablierten US-Regulierungsrahmen zu integrieren und Börsen unterschiedliche Wege zu eröffnen, US-Kunden zu bedienen.