Kanada plant Verbot von Krypto-Geldautomaten zur Betrugsbekämpfung

Huo Xing Finance berichtet unter Berufung auf CBC News, dass die kanadische Bundesregierung ein vollständiges Verbot von Kryptowährungs-Geldautomaten plant, um die Bevölkerung besser vor Betrug zu schützen. Das Vorhaben wurde im Frühjahrs-Update zur Wirtschaftspolitik offiziell vorgestellt. In dem Dokument werden Krypto-ATMs als "zentrales Instrument" bezeichnet, das Betrüger zur Täuschung von Opfern und Kriminelle zur Geldwäsche nutzen. Über diese Automaten können Nutzer Bargeld einzahlen und in Kryptowährungen wie Bitcoin tauschen; anschließend werden die Beträge an virtuelle Wallets weltweit transferiert. Eine frühere CBC-Recherche mit dem Titel "Feeding the Fraud" kam zu dem Ergebnis, dass die Geräte in Kanada zum wichtigsten Kanal geworden sind, über den Betrüger an das Geld ihrer Opfer gelangen. Zu einem ähnlichen Schluss kam auch Kanadas Financial Intelligence Unit FINTRAC in einem Analysebericht vom Februar 2023. Kanada weist derzeit weltweit die höchste Zahl an Krypto-Geldautomaten pro Kopf auf. Landesweit sind nahezu 4.000 Geräte in Betrieb, spezifische Regulierungsrahmen für die Branche fehlten bislang. Nach Angaben der Regierung sollen Verbraucher nach einem Verbot weiterhin virtuelle Währungen über dafür benannte Geldtransfer- und Zahlungsdienstleister erwerben können.