Bitmine meldet Quartalsverlust von 3,8 Mrd. US-Dollar nach Ethereum-Rückgang

Bitmine Immersion Technologies hat im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust von 3,82 Mrd. US-Dollar ausgewiesen. Haupttreiber waren nicht realisierte Wertminderungen auf Krypto-Bestände in Höhe von 3,78 Mrd. US-Dollar. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust bei 1,15 Mio. US-Dollar gelegen; auf Sicht von sechs Monaten summierten sich die Fehlbeträge auf mehr als 9 Mrd. US-Dollar. Trotz der Marktschwäche baut das Unternehmen seine Ethereum-Position weiter aus. Zum 12. April hielt Bitmine rund 4,87 Mio. ETH im Gegenwert von etwa 10,7 Mrd. US-Dollar. Damit kontrolliert der Konzern etwas mehr als 4% des gesamten Ether-Angebots und zählt zu den größten Unternehmenshaltern. Ziel ist eine Quote von 5% der Gesamtmenge. Der durchschnittliche Einstandspreis lag nach Unternehmensangaben bei 2.206 US-Dollar je Token, was die Bilanz bei Kursschwankungen besonders anfällig macht. Operativ legten die Erlöse zu: Der Quartalsumsatz stieg auf 11,04 Mio. US-Dollar nach 1,5 Mio. US-Dollar ein Jahr zuvor. Rund 10 Mio. US-Dollar entfielen auf Staking-Erträge. Bitmine hat eigenen Angaben zufolge etwa 3,33 Mio. ETH und damit rund 68% der Reserven gestakt. Auf Basis aktueller Renditen erwartet das Unternehmen ein annualisiertes Staking-Aufkommen von rund 212 Mio. US-Dollar. Neben Ethereum verfügte Bitmine über 719 Mio. US-Dollar an Barmitteln sowie kleinere Bestände, darunter 198 BTC. Zudem hält das Unternehmen Beteiligungen, darunter eine Investition von 200 Mio. US-Dollar in Beast Industries sowie eine Position von 85 Mio. US-Dollar an dem an der Nasdaq notierten Eightco Holdings. Die Veröffentlichung folgt kurz nach dem Wechsel des Börsenlistings zur New York Stock Exchange, womit Bitmine die Sichtbarkeit erhöhen und institutionelle Investoren ansprechen will. Die Zahlen unterstreichen das Chancen-Risiko-Profil von Krypto-Treasury-Strategien: steigende Staking-Erträge stützen das Geschäftsmodell, die Höhe der nicht realisierten Verluste zeigt zugleich die Verwundbarkeit bei fallenden Kursen.