Bitcoin-Wale reduzieren Bestände um 188.000 BTC – Verkaufsdruck nimmt zu

Die Marktstruktur von Bitcoin (BTC) steht vor einer Bewährungsprobe. Neue Daten deuten auf einen klaren Stimmungswechsel bei großen Adressen hin: Statt weiter zu akkumulieren, bauen Wale Positionen ab. Adressen mit 1.000 bis 10.000 BTC sind laut aktuellen Auswertungen ins Lager der Netto-Verkäufer gewechselt. Auf Sicht der vergangenen zwölf Monate sind die Bestände dieser Gruppe um 188.000 BTC gesunken. Zuvor hatte es 2024 noch eine kräftige Aufbauphase gegeben, in der mehr als 200.000 BTC hinzukamen. Der 365-Tage-Trend zeigt damit eine strukturelle Verschiebung hin zu anhaltendem Verkaufsdruck. Zusätzlich nimmt die Aktivität rund um Abflüsse in Richtung Börsen zu. In den vergangenen Tagen ist die Zahl aktiver Adressen, die BTC an Handelsplätze transferieren, deutlich gestiegen. Das kann den erwarteten Abwärtsdruck durch ein höheres verfügbares Angebot weiter verstärken. Der Angebotsdruck kommt nicht nur von langfristig orientierten Wallets. Der Mining-Konzern Riot Platforms hat jüngst weitere 500 BTC im Wert von rund 34,13 Mio. US-Dollar verkauft. Solche Verkäufe erhöhen das zirkulierende Angebot. Zusammen mit der Distribution durch Wale verdichtet sich das Risiko einer Abwärtsbewegung. Im Fokus steht nun eine zentrale Nachfragezone: Bitcoin notiert nahe dem Bereich zwischen 62.000 und 65.000 US-Dollar. Dort sind in der jüngeren Vergangenheit Käufer eingestiegen, die Zone fungierte zuletzt wiederholt als Unterstützung. Hält dieses Niveau, könnte es den aktuellen Verkaufsdruck absorbieren und die übergeordnete bullische Struktur stabilisieren. Bricht der Bereich, wäre das ein Signal, dass das Angebot die Nachfrage überrollt – mit dem Risiko einer tieferen Korrektur. Umgekehrt könnte starke Spot-Nachfrage in dieser Zone den Kurs stabilisieren und eine Erholung auslösen. Der Markt richtet den Blick daher auf den Korridor 62.000 bis 65.000 US-Dollar. Zusammenfassung: Bitcoin-Wale haben ihre Bestände um 188.000 BTC reduziert, was auf einen strukturellen Wechsel hin zur Distribution hindeutet. Die Nachfragezone bei 62.000 bis 65.000 US-Dollar wird damit zum entscheidenden Prüfstein, während Miner und Großhalter zusätzlichen Verkaufsdruck liefern.