Bitcoin verteidigt Unterstützung bei 75.000–76.000 US-Dollar – Optionsmarkt bleibt vorsichtig
Bitcoin hält sich weiter über der wichtigen Unterstützungszone zwischen 75.000 und 76.000 US-Dollar, nachdem der Kurs von jüngsten lokalen Hochs zurückgefallen und wieder unter 78.000 US-Dollar gerutscht war. Laut Marktbeobachter Ted Pillows bleibt der Bereich für die Bullen entscheidend: Solange er verteidigt wird, rücken Erholungsziele bei 79.500 bis 80.000 US-Dollar in den Fokus.
Im BTC/USDT-Chart konsolidiert der Preis oberhalb eines als Nachfragezone markierten Bands, das zuvor als Ausbruchsbereich diente und nach dem Rücksetzer aus der Region um 82.000 US-Dollar nun als kurzfristig zentral gilt. Nächste Widerstände liegen demnach bei 79.500 und 81.400 US-Dollar. Eine stärkere Angebotszone wird bei 84.000 bis 85.000 US-Dollar verortet. Auf der Unterseite wäre bei einem Bruch der 75.000 US-Dollar die Zone um 73.000 und 71.000 US-Dollar wieder relevant.
Der Optionsmarkt signalisiert derweil anhaltende Vorsicht. Glassnode-Daten zeigen, dass die Volatilitätserwartungen nach der Zurückweisung nahe 82.000 US-Dollar weiter nachließen: Die implizite Volatilität für eine Woche fiel auf rund 31% (von 39% zu Wochenbeginn), auch längere Laufzeiten gingen leicht zurück. Trotz der ruhigeren Volatilitätspreise bleibt die Positionierung defensiv.
Auch der Skew blieb im Put-Bereich. Der einwöchige 25-Delta-Skew stieg kurzzeitig bis auf 24% und gab anschließend etwas nach. Damit werden Puts weiterhin teurer als Calls gehandelt, was auf stärkere Nachfrage nach Absicherung gegen Kursrückgänge als auf Aufwärtsexposure hindeutet.
Zusätzlichen Fokus auf die Unterstützung bei 75.000 US-Dollar legt eine von Glassnode hervorgehobene Short-Gamma-Konzentration in diesem Bereich: Rund 3,2 Mrd. US-Dollar an negativer Gamma-Exponierung unterhalb des Spotkurses können die Kursreaktionen um diese Marke verstärken. Positive Gamma-Cluster bei 78.000 und 80.000 US-Dollar könnten laut Optionsdaten als Widerstandsbereiche wirken.
Die Flüsse der vergangenen sieben Tage untermauern den defensiven Ton: Put-Käufe lagen leicht vorn, zugleich blieb Call-Selling mit 25,7% erhöht. Insgesamt ergibt sich ein enges Setup: Spot-Bullen verteidigen die Unterstützung, während Derivatehändler weiterhin zurückhaltend agieren.
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