Krypto: Stablecoins überholen ACH beim Monatsvolumen erstmals
Stablecoins haben im Februar 2026 erstmals das monatliche Transaktionsvolumen des US-Zahlungssystems Automated Clearing House (ACH) übertroffen. Das geht aus Daten von Artemis hervor. Demnach wickelten Stablecoins im Monatsverlauf ein bereinigtes Volumen von 7,2 Billionen US-Dollar ab, gegenüber 6,8 Billionen US-Dollar bei ACH und 1,2 Billionen US-Dollar bei Visa.
Damit bestätigt sich eine Prognose von Galaxy Digital aus dem späten Jahr 2025, wonach Stablecoins ACH bis 2026 hinter sich lassen würden. Der Sprung beruht nahezu vollständig auf institutionellen und Wholesale-Strömen, nicht auf einer breiten Nutzung im Privatkundengeschäft.
Die durchschnittliche Stablecoin-Transaktionsgröße liegt weiterhin zwischen 25.000 und 50.000 US-Dollar und damit rund 200- bis 500-mal über dem durchschnittlichen Visa-Umsatz von 100 bis 150 US-Dollar. Ein Großteil der Abwicklung entfällt auf Ethereum und Tron, die zusammen etwa zwei Drittel des globalen Stablecoin-Settlements verarbeiten.
Die Marktkapitalisierung von Stablecoins liegt inzwischen bei über 300 Milliarden US-Dollar. Angeführt wird der Markt von Tether's USDT und Circle's USDC. Das Segment wächst zudem, weil traditionelle Finanzdienstleister wie SoFi, Western Union und große europäische Banken eigene, an den US-Dollar gekoppelte Token gestartet oder angekündigt haben.