Algorand (ALGO) legt 22% zu – Rückenwind durch Googles Quantencomputing-Report

Der Kryptomarkt hat in den vergangenen 24 Stunden leicht angezogen. Mehrere große Digitalwerte verbuchten moderate Gewinne, während Algorand (ALGO) mit einem Tagesplus von 22% aus der Spitzengruppe herausstach. Marktbeobachter sehen sowohl Raum für eine kurzfristige Fortsetzung der Rally als auch Hinweise auf eine mögliche Gegenbewegung. Am 1. April überschritt ALGO erstmals seit Februar wieder die Marke von 0,10 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung näherte sich zudem der psychologisch wichtigen Schwelle von 1 Mrd. US-Dollar. Laut CoinMarketCap gehörte ALGO in den letzten 24 Stunden zu den meistdiskutierten Coins – als Auslöser gilt vielfach ein aktueller Bericht von Google. Das Quantencomputing-Team des Konzerns veröffentlichte jüngst ein Whitepaper. Darin heißt es, künftige Quantencomputer könnten die Kryptografie hinter Bitcoin und anderen Projekten deutlich leichter brechen als bislang angenommen. Algorand wird im Bericht ausdrücklich als Protokoll hervorgehoben, das "ein Beispiel für den realen Einsatz von PQC auf einer ansonsten quantenanfälligen Blockchain" liefere. Gelobt wird insbesondere die Implementierung postquantenresistenter Falcon-Digitalsignaturen für Smart-Transaktionen und State Proofs. Die Algorand Foundation betonte, abgesehen von Bitcoin und Ethereum habe keine weitere Blockchain im Report so viel Aufmerksamkeit erhalten wie Algorand. Auf X erklärte das Team: "Der Alarm wurde ausgelöst. Algorand beantwortet ihn seit Jahren." Der Kurssprung hat auch technische Analysten auf den Plan gerufen. Ein Nutzer namens Aman verwies auf einen Abprall an einer Unterstützungszone und einen Ausbruch aus einem fallenden Keil, was auf eine bullische Trendwende hindeute. Der Analyst Clifton Fx sieht ALGO im Tageschart kurz davor, den "abwärts gerichteten Kanal" zu verlassen; gelinge dies mit einer starken Momentum-Kerze, sei ein Anstieg bis nahe 0,20 US-Dollar denkbar. Trotz der kräftigen Erholung liegt ALGO weiterhin deutlich unter dem Allzeithoch von 3,23 US-Dollar aus dem Sommer 2019. Auch kurzfristig mehren sich Signale für eine Überhitzung: Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist über 80 gestiegen. Das gilt als "überkauft" und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur. Werte unter 30 werden üblicherweise als potenzielle Kaufzone interpretiert.