Alabama erkennt DAOs per DUNA-Gesetz als Rechtseinheiten an – zweiter US-Bundesstaat nach Wyoming

Alabamas Gouverneurin Kay Ivey hat nach Angaben von Cointelegraph den "Decentralized Unincorporated Nonprofit Association Act" (DUNA Act, Senate Bill 277) unterzeichnet. Damit ist Alabama nach Wyoming der zweite US-Bundesstaat, der dezentralen autonomen Organisationen (DAOs) im Rahmen des DUNA Act einen rechtlichen Status einräumt. Der Gesetzentwurf wurde im Februar vom republikanischen Senator Lance Bell eingebracht und im Repräsentantenhaus mit 82 Ja-Stimmen bei 7 Nein-Stimmen verabschiedet. Das Gesetz sieht vor, dass DAOs mindestens 100 Mitglieder haben und einen gemeinsamen, gemeinnützigen Zweck verfolgen. Die Governance kann vollständig über Blockchain und Smart Contracts erfolgen. Mit Inkrafttreten erlangen die Organisationen den Status einer vollwertigen juristischen Person. Sie können Vermögen halten, Verträge schließen und vor Gericht auftreten. Zugleich sollen Mitglieder und Manager vor persönlicher Haftung geschützt werden. Miles Jennings, Policy Lead bei a16z Crypto, erklärte, dezentrale Governance sei ein Kernbaustein der künftigen Krypto-Branche; die Regelung schaffe die nötige Rechtssicherheit, damit dezentrale Communities in der realen Welt aufbauen, steuern und skalieren können. Ein ähnlicher Gesetzentwurf in West Virginia wartet derzeit auf die Unterschrift des Gouverneurs.