Fed-Chef Warsh pocht auf politische Unabhängigkeit und rückt Inflationsbekämpfung in den Fokus
Der neue Fed-Vorsitzende Warsh betont die politische Unabhängigkeit der Notenbank und stellt die Eindämmung der Inflation an erste Stelle. Die Inflation stieg im Mai auf ein Dreijahreshoch von 4.2%, vor allem weil der Iran-Krieg die Ölpreise nach oben trieb. Seit einer Friedensvereinbarung sind die Benzinpreise wieder gefallen, wodurch sich die Inflationserwartungen zuletzt leicht abgekühlt haben. Warsh gab keinen Hinweis auf den künftigen Kurs, während die Märkte weiterhin mit einer möglichen Zinserhöhung im September rechnen und ein robuster Arbeitsmarkt mit 4.3% Arbeitslosenquote den Druck für Zinssenkungen mindert; zudem könnten KI-Investitionen kurzfristig Preise für Halbleiter- und Rechentechnik erhöhen, langfristig aber dämpfend wirken.